Berufe

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....in der Werbewelt

 

 

Art Buyer/in

Der Art Buyer einer Werbeagentur stellt den Kontakt zwischen einer Werbeagentur und allen künstlerischen Auftragnehmern einer Produktion her. Da die Anforderungen bei der Vorbereitung von Kampagnen immer spezieller werden, müssen hierfür externe Fachleute beauftragt werden. Vom Fotografen in den unterschiedlichsten Bereichen wie Industrie- oder Modefotografie, über Stylisten bis hin zu Tiertrainern - der Art Buyer muss für jeden Anlass den richtigen künstlerischen Mitarbeiter anheuern. Zudem muss er sich mit allen Fragen des Copyrights auseinandersetzen, um zu gewährleisten, dass z.B. ein bestimmtes Musikstück für eine Kampagne verwendet werden darf. Um sich in die spezifischen Anforderungen einer Kampagne hineindenken zu können, arbeitet er eng mit dem Art Director oder Creative Director zusammen. Er sammelt und verwaltet Adressen von künstlerisch Tätigen aus allen Bereichen, steht in Kontakt mit nationalen und internationalen Agenturen und kennt die Location Scouts, die für eine bestimmte Kampagne den optimalen Ort für die Realisierung ausfindig machen. Zu seinem Fundus gehören neben Adressen und Telefonnummern auch Arbeitsproben und Preislisten der freien künstlerischen Mitarbeiter.

 

Art Director

Art-Direktoren und Art-Direktorinnen entwickeln Werbestrategien und gestalten Online-Anwendungen. Sie setzen Ideen und Konzepte vor allem hinsichtlich Design, Typografie und Grafik gestalterisch um und übernehmen neben kreativer Arbeit und Kundenkontakt auch Managementtätigkeiten, wie z.B. Zeitkalkulationen für Designleistungen. Sie leiten projektbezogene Teams und vermitteln dabei zwischen den Abteilungen Konzeption, Grafik und Design, Technik und Text.

Hauptsächlich arbeiten Art-Direktoren und Art-Direktorinnen in Werbe- und Medienagenturen und in freien Büros für Grafikdesign. Darüber hinaus sind sie in der Datenbankentwicklung, in der Gestaltung von CD-ROMs und Messeständen, bei Rundfunk- und Fernsehanstalten, in Verlagen und in der Druck- und Medienvorstufe, z.B. Repro- oder Lithografieanstalten, tätig. Außerdem können sie auch als Selbstständige oder freie Mitarbeiter in der Multimediabranche tätig sein.

 

 

Cutter/in

"Cutter(in): Abgeleitet von to cut (engl.) = schneiden" - so die Definition aus dem Wörterbuch. Auch heute wird die Tätigkeit des Cutters immer noch als schneiden bezeichnet, obwohl das für den großen Bereich der Fernseh- und Videoproduktion nicht mehr zutrifft. Da wird nämlich kopiert. Nur beim sogenannten analogen Filmschnitt trifft die Beschreibung noch zu - Negativstreifen werden am Schneidetisch geschnitten und aneinandergeklebt. Doch auch hier geht der Trend zur digitalen (computergestützten) Bildbearbeitung und -montage. Grundsätzlich bezieht sich die Arbeit des Cutters auf zwei unterschiedliche Bereiche: Aktuelle Berichte im journalistischen (News-) Bereich und vergleichbare Produktionen, in denen es hauptsächlich auf die Einhaltung von Sendeterminen und vorgegebenen logischen Abläufen, auf Zeitvorgaben und technisches Know How ankommt.

Produktionen im fiktionalen und dokumentarischen Bereich, bei denen gestalterische Aspekte im Vordergrund stehen (Spielfilme, Lang-Dokumentationen, Industrie- und Werbefilme).

 

 

Grafikdesigner/in

Das Berufsfeld des Grafik Designers ist nach wie vor eine zentrale Qualifikation in der Werbe- und Kommunikationsbranche. Die Werbung bietet dem Grafik Designer ein ausgesprochen breites Betätigungsfeld, egal, ob als Agentur-Angestellter oder Freiberufler. Der Grafik Designer ist für die visuelle Kommunikation verantwortlich. Als Pendant zum Werbetexter gestaltet, bebildert und illustriert der Grafik Designer Werbemittel wie Anzeigen, Prospekte, Broschüren, Displays, Messeauftritte und noch vieles, vieles mehr. Er entwirft Bild- und Wortzeichen (Logos, Marken), Unternehmensauftritte (Firmenzeichen, Korrespondenzpapiere), Verpackungen, Plakate, Kataloge und gestaltet auch multimediale Benutzeroberflächen oder audiovisuelle Medien. Der Grafik Designer arbeitet ebenso wie Konzeptioner und Texter mit an der Ideenfindung für ein Werbekonzept, entsprechend der Problem- lösung für den jeweiligen Kunden. Dabei verwendet er bildhafte Aus- drucksmittel aller möglichen herkömmlichen wie neuen Techniken (Fotos, Illustrationen, Internet-Daten etc.). Der Grafik Designer bespricht sich im Team mit Creativ Direktoren wenn es um die Verknüpfung von Gestaltung und Text geht. Daneben stimmt er sich mit allen weiteren am kreativen Prozess Beteiligten wie Illustratoren, Fotografen, Konzeptionern oder Mediagestaltern ab, damit die kreative Idee auch zur machbaren Realität wird. Das zentrale "Handwerkszeug" des Grafik Designers ist heute der Rechner. Bereits erste Scribbles und Rohlayouts werden elektronisch erzeugt.

 

 

Kontakter/in

Der Werbe-Kontakter ist zuständig für die Kundenbetreuung und das Akquirieren von Neukunden. Er muss sich auf vielen Gebieten auskennen, da er sowohl eng mit den eigenen Agenturkollegen als auch mit den Werbespezialisten auf Kundenseite zu tun hat.

 

 

Medienkaufrau/-mann

Dieser Ausbildungsberuf entstand erst in jüngster Zeit als Spezialisierung im kaufmännischen Bereich. Die Industrie- und Handelskammer trug damit der steigenden Nachfrage nach Kaufleuten mit fundierten Kenntnissen im Bereich der audiovisuellen Medienproduktionen Rechnung. Mit dieser Qualifikation arbeitet der Medienkaufmann in unterschiedlichen Medienbetrieben, z.B. Film- und Videoproduktionsgesellschaften oder Fernseh- und Radiosendern. Neben den klassischen kaufmännischen Fächern wie Buchhaltung oder Rechnungswesen kennt sich der Medienkaufmann auch in Medienrecht und Medienkalkulation aus. Ihm müssen die Arbeitsabläufe einer Medienproduktion sowie deren Finanzierung vertraut sein. Zu seinem Aufgabenbereich gehört die Regelung organisatorischer Betriebsabläufe und die Einhaltung von Terminen. Der Medienkaufmann assistiert der Produktionsleitung - er besorgt Drehgenehmigungen oder Equipment. Auch die klassischen kaufmännischen Aufgaben wie Buchführung, das Erstellen von Spesen- und Entgeltabrechnungen oder Kalkulationen gehören zum Alltag des Medienkaufmanns.

 

 

Mediengestalter/in Bild und Ton

Das Berufsbild des Mediengestalters gibt es bundesweit erst seit 1996. Mediengestalter werden ausgebildet für die Gestaltung und Produktion der unterschiedlichsten Medien. So zählen zu den Arbeitsgebieten des Mediengestalters für Bild und Ton beispielsweise die Herstellung von Nachrichten- und Magazinbeiträgen, Dokumentationen, Hörspielen, Werbespots, Lehrfilmen, Musikvideos sowie Multimediaprodukten. Dabei muss der Mediengestalter sowohl Bild- und Tonmaterial aus Archiven auswählen als auch selbst Aufnahmen machen bzw. veranlassen, überwachen, schneiden, mischen, bearbeiten und schließlich für ein optimales Ergebnis sorgen. In den nächsten Jahren wird sich das Berufsbild weiter verändern unter dem Stichwort der Digitalisierung: Anstatt dass die Filme von A nach B transportiert werden müssen, können dann alle Schritte von einem Laptop aus gemeistert werden.

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Mediengestalter/in Digital- und Printmedien

Alte Berufe aus der Druckindustrie werden hier mit den modernen Medien verknüpft. Das Berufsbild des Mediengestalters für Digital- und Printmedien gibt es seit 1998. Es ersetzt andere Berufe wie z.B. Schriftsetzer, Reprohersteller und Werbevorlagenhersteller, die es seit diesem Zeitpunkt nicht mehr gibt. Der Mediengestalter kann sich in vier Fachrichtungen ausbilden lassen: Medienberatung, Mediendesign, Medienoperating und Medientechnik. Je nach Auswahl fällt dann natürlich auch der Arbeitsbereich anders aus, obwohl der Arbeitsplatz immer der Computer ist. Egal ob Mac oder PC. Ein Mediengestalter kann z.B. Drucksachen produzieren, Homepages oder CD-ROMs gestalten, 3D Modelle entwickeln oder sich der Kostenkalkulation widmen.

 

 

Multimedia-Programmierer

Multimedia-Programmierer (im folgenden MM-Programmierer genannt) setzen multimediale Produktionen, wie zum Beispiel Computerspiele, interaktive Bestellsysteme, Lernsysteme oder Homepages, mit Hilfe von Programmiersprachen (C++, HTML, Java, etc.) und Autorensystemen (z.B. Asymetrix Toolbook, Macromind Director, Authorware Professional, etc.) auf dem Computer um.

 

 

Multimedia-Konzeptioner

Konzeptionisten - auch Konzepter und in bestimmten Zusammenhängen Storyboarder genannt - sind zuständig für die Entwicklung und den Verkauf von Konzepten für Multimedia- (Offline) und Online-Anwendungen (Internet). Als Angestellte einer Agentur, einer Multimedia-Produktionsgesellschaft oder als "Freie" erstellen sie in Zusammenarbeit mit dem Multimedia-Producer die Konzeption für Multimedia- und Online-Anwendungen im Internet. Sie erarbeiten mit dem Kunden die gedanklichen Grundlagen für die weitere Produktion, ähnlich einer Kontakterin in einer Werbeagentur. Probleme und/oder Wünsche des Kunden werden auf ihre Realisierbarkeit geprüft und ein spezifisches Konzept entwickelt, mit welchen Multimedia-Produkten der Kunde sein Ziel am Besten erreichen kann.

 

 

Onlineredakteur

Im Gegensatz zu seinen Kollegen in den klassischen Medien setzt der Online-Redakteur alle medialen Werkzeuge parallel ein. Dabei steht der Textanteil weniger im Vordergrund als in den Printmedien. Weil ein Online-Redakteur Informationen mit Wort, Bild und Sound aufbereitet, muss er sich mit allen Bild- und Textbearbeitungsinstrumenten auskennen. Arbeitgeber sind hauptsächlich Unternehmen, deren Online-Auftritte er im Auftrag von Werbe- und Mediaagenturen mit Inhalten füllt. Aber auch klassische Medien wie Zeitschriften und TV-Sender bauen vermehrt auf qualitativ hochwertige Internet-Auftritte. Online-Redakteure müssen darauf achten, dass die Informationen präzise und interessant aufbereitet sind, damit sich der Nutzer angesprochen fühlt. Der fachmännische Kundenservice und die Kommunikation mit Usern zählen ebenfalls zu den Aufgaben. Online-Redakteure kennen sich nicht nur in dem von ihnen betreuten Fachgebiet aus, sondern beherrschen auch das Handwerkszeug für die Erstellung und Pflege der Websites. Dazu gehören auch Kenntnisse in HTML-Programmierung. Online-Redakteure sind verantwortlich für Aufbau und Pflege von Chat Rooms und Newsgroups. Daneben erstellen sie einen Katalog der meist gestellten Fragen - der Frequently Asked Questions (FAQs).

 

 

Produktioner/in

Der Produktioner ist für die technische Umsetzung einer Werbekampagne verantwortlich. Für die Vervielfältigung und Massenproduktion braucht er ein großes Spezialwissen, da er neben dem Anzeigendruck auch jeden Schritt bei der Herstellung von Werbemittel koordiniert und kontrolliert. An der Schnittstelle zwischen der Kreativabteilung und der Technik prüft er die entwickelten Ideen auf ihre technische und finanzielle Machbarkeit. Um zwischen Ideen und Sachzwängen zu vermitteln, muss ein Produktioner den unterschiedlichsten Interessen gerecht werden. Gleichzeitig ist er dafür verantwortlich, dass der Kunde pünktlich zum vereinbarten Termin höchste Produktionsqualität erhält. Unter häufig extremen Zeitdruck ist der Produktioner daher gleichzeitig Organisator, Berater, Planer, Einkäufer, Druckspezialist und Vermittler.

 

 

Screendesigner/-in

Der Screendesigner übernimmt die grafische Gestaltung der Bildschirmoberfläche (Screens) für Internet-Seiten, Online-Dienste und Multimedia-CD-Roms. Ziel ist es, eine Oberfläche so aufzubauen, dass sich die Nutzer schnell zurechtfinden. Dazu muss der Screendesigner eine Navigationsstruktur schaffen, die dem Nutzer die Orientierung erleichtert (Benutzerführung). Da Multimedia-Produkte mehrere Sinne gleichzeitig ansprechen, müssen Bild, Ton und Text optimal aufeinander abgestimmt werden. Der Screendesigner ist von der Konzeption bis zur Realisierung an der Gestaltung und Entwicklung der verschiedenen Online- (Web-Sites, Homepages etc.) und Offline-Produkte (CD, CD-Rom etc.) beteiligt. Dabei arbeitet er, je nach Größe der Agentur, eng mit Programmierern, Redakteuren, Grafikern, Konzeptionisten und Producern zusammen. Um einen Inhalt optimal für die jeweilige Zielgruppe auf der Bildschirmoberfläche zu gestalten, sollte der Screendesigner auch wissen, welche Nutzerkenntnisse auf deren Seite vorausgesetzt werden können.

 

 

Texter/in

Ein Werbetexter muss komplexe Produktinformationen zu klaren, verständlichen und zielgerichteten Botschaften verdichten und diese in die jeweiligen Zielgruppen hineintragen.

Ein guter Slogan sollte eingängig sein und zugleich die Werbebotschaft vermitteln. Um den richtigen "Ton" für die Zielgruppe zu treffen und das gewünschte Produktimage zu transportieren, muss sich der Texter intensiv mit Produkt, Unternehmen und den (sprachlichen) Besonderheiten seiner Zielgruppe auseinandersetzen. Auch die Beobachtung von Kampagnen der Wettbewerber gehört zu den Vorarbeiten beim Texten.

Gleichzeitig arbeitet er eng mit dem für die grafische Gestaltung Verantwortlichen (Art-Director) zusammen und muss neben der sprachlichen auch die visuelle Gestaltung einer Kampagne berücksichtigen. Getextet wird je nach Projekt für Infoblätter, Prospekte, Plakate, Fließtexte, Texte für Radio- oder Fernsehspots oder für den Internetauftritt. Meistens betreut ein Texter mehrere Projekte oder Kunden gleichzeitig, wobei er die Kampagnen vom Entwurf bis zur Realisierung begleitet.

 

 

Webdesigner/-in

Web-Designer/innen planen und gestalten Internet-Auftritte oder andere multimediale Anwendungen. Dabei achten sie auf deren zielgruppengerechte Aufbereitung.

Web-Designer/innen arbeiten in erster Linie bei Software- und Datenbankanbietern. Ebenso sind sie in Multimediaagenturen beschäftigt.

 

 

Werbetexter/in

Werbetexter/innen erstellen Texte für gedruckte Kampagnen, Broschüren, Radio- und Fernsehspots oder für Internetauftritte. Die Informationen über ein Produkt müssen sie verständlich und klar auf den Punkt bringen, damit der Werbeslogan eingängig ist, die jeweilige Zielgruppe anspricht und die Werbebotschaft vermittelt.

Werbetexter/innen arbeiten in Werbe- und Medienagenturen, in Werbeabteilungen größerer Unternehmen aller Branchen, z.B. bei Messegesellschaften, in Agenturen für Kommunikationsdesign, in der Unternehmensberatung sowie in PR-Agenturen.